29.11.2015 - Engelhardt und Schmitt meistern Dan-Prüfung

Die Prüflinge (Mitte) mit ihren Prüfern

Zwei Urgesteine der TSG-Karateabteilung bewegten sich kürzlich einen deutlichen Schritt nach vorn. Gretel Engelhardt besteht die Prüfung zum zweiten Dan, Joachim Schmitt trägt von nun ab den dritten schwarzen Gürtel.

 

Doch wie und bis es dazu kam, war kein einfacher Weg. Beide nahmen an dem in Stuttgart durchgeführten einjährigen Jukuren-Vorbereitungslehrgang teil. Unter Jukuren versteht man diejenige Zielgruppe, die auch im fortgeschrittenen Alter viel Spaß am Karatesport bzw. an der Bewegung haben, jedoch nicht mehr das körperliche Leistungspotenzial eines Zwanzigjährigen abrufen können. Bei insgesamt vier Terminen auf dem Stuttgarter Gablenberg wurden die beiden Mitfünfziger aus Hall auf die nächste Gürtelstufe vorbereitet. In der übrigen Zeit stand das selbstständige Vertiefen und Optimieren im Fokus. Begleitet wurden die Beiden von Walter Urban (5. Dan Shotokon), der mit Abstand erfahrenste Haller Karateka. Besonderes Augenmerk legte Urban während dieser Phase auf die technischen Grundlagen und das Verständnis. Wenn immer sich eine sinnvolle Gelegenheit bot, untermauerte er seine Erklärungen mit anschaulichen und praxisnahen Partnerübungen, was übrigens eines der Grundprinzipien im Budosport nahe kommt. Denn wer diesen Sport erleben und erspüren will, muss sich ihm nicht nur inhaltlich stellen. Alle Bücher zu diesem Thema dienen dem aktiven Sportler lediglich als Nachschlagewerk bzw. der Erweiterung des eigenen Horizonts.

 

Doch zurück zu Engelhardt und Schmitt. Das regelmäßige Training unter der Woche und das sonntägliche Zusatztraining zahlte sich bereits im Vorfeld aus, als es um die Zulassung zur Prüfung ging. Diese Hürde  meisterten unsere Jukuren ohne Einschränkung. Nach diesem Schritt stand fest; jetzt geht es in den Endspurt. Die Prüfungsinhalte gliederten sich prinzipiell auf die drei wichtigen Säulen dieses Kampfsports: Grundschule (Kihon), Kata und Kampf (Kumite). Ein erfahrener Prüfer kann bereits bei der Demonstration der Grundschule den Leistungsstand des Sportlers erkennen. Und hier konnten die TSGler, nicht zuletzt durch die intensive Vorbereitungsphase mit Walter Urban, einen richtigen Trumpf ernten. Korrekt ausgeführte und auf den Punkt gebrachte Techniken, die durch optimierten Krafteinsatz überaus effektiv und effizient präsentiert wurden, überzeugten die Prüfer. Dabei ist es in dieser Altersklasse unerheblich, ob man Beintechniken in Kopfhöhe schlagen kann. Gezielte Tritte auf Vitalpunkte im unteren Gürtelbereich können einen Gegner genauso kampfunfähig werden lassen, wie ein Fußtritt zum Kopf.

 

Die monatelange Basisarbeit zahlte sich auch in der nächsten Prüfungskategorie, der Kata, aus. Bei diesem Vortrag stellt sich der Sportler seine Gegner im Geiste vor und bekämpft sie nach einem festgelegten Schrittschema, dem sogenannten Embusen. Neben bestimmten Pflicht-Katas, dessen Können auch an diesem Tag abgeprüft wurde, durfte sich jeder eine aus den ca. 30 in der Stilrichtung Shotokan existierenden auswählen. Bei Gretel fiel die Wahl auf die Kata „Nijushiho“, was übersetzt „24 Schritte“ bedeutet und auf die Anzahl der Schrittkombinationen hinweist. Schmitt entschied sich bei seiner Wahl für „Jiin“, was so viel wie „Liebe und Schatten“ bedeutet. Beide Katas beinhalten sowohl schnelle als auch langsame Schrittfolgen, die einerseits einen hohen Grad an Dynamik fordern, aber auch gleichzeitig die Fähigkeit unter Beweis stellen, langsame, kraftvolle, kontrollierte und koordinierte Bewegungen ausführen zu können.

 

Im dritten Prüfungsblock wurden die kämpferischen Fähigkeiten unter Beweis gestellt. Schon aufgrund der hohen Verletzungsgefahr geht es in dieser Disziplin relativ geordnet zu. Doch beide Prüfungsanwärter aus Schwäbisch Hall traten auch hier sicher auf. Nach ca. vier Stunden stand das Ergebnis fest. Schmitt ging als 3. Dan-Anwärter ins Rennen. Die Prüfer attestiert ihm eine reife Leistung. Gretel wurde als zweitbeste Prüfungskandidaten in Ihrer Kategorie ausgezeichnet. Doch auch sie hatte an diesem Tag einen ersten Platz belegt. Nämlich in der mittlerweile mehr als 40 jährigen Vereinsgeschichte ist sie die erste Frau, die erfolgreich die Prüfung zum 2. Dan abgelegt hat.

Gretel Engelhardt besitzt den C-Trainerschein und ist ausgebildete Soundkarate-Trainerin. Als Übungsleiterin widmet sie sich der Ausbildung von erwachsenen Neu- und Wiedereinsteigern. Seit Neuestem engagiert sich die Lehrerin aus Michelbach auch in der Pressearbeit unserer Abteilung. Schmitt, ebenfalls Übungsleiter und ausgebildeter Gewaltschutz- und Selbstverteidigungstrainer, leitet zusammen mit Andreas Will die Karateabteilung im TSG Hauptverein und ist zentraler Ansprechpartner bei so ziemlich allen organisatorischen und administrativen Belangen der Karateabteilung. Wir wünschen beiden viel Erfolg bei ihrem weiteren Wirken innerhalb der Abteilung.

Das Bild zeigt die Beiden nach der Prüfung nach der Diplomübergabe. Von links: Roman Kalmbacher (Prüfer), Gretel Engelhardt, Joachim Schmitt, Dietmar Wagner (Prüfer).

19.09.2015 Dan-Prüfung von Regina und Richard

Im Anschluss an einen großen Selbstverteidigungslehrgang fand am 19. September in Bruchsal eine Shotokan - Danprüfung statt.
Zehn Karateka von 17 bis 56 Jahren stellten sich der Herausforderung. Sie scheuten nicht den weiten Weg von z.B. Berlin oder München, um dort die Prüfung zu absolvieren.
Als Prüfer waren Verbandspräsident Dr. Siegfried Wolf (8. Dan) aus Baden-Württemberg und Dr. Carsten Brunner (5. Dan) aus Berlin eingeladen.
Die beiden Haller Karateka waren mit knapp 50 und 56 Jahren die ältesten Prüflinge. Dies tat ihrer Leistung aber keinen Abbruch.
Die Prüfung dauerte annähernd drei Stunden, da jeder Teilnehmer sowohl die Grundschule (Kihon) als auch die Katas einzeln präsentieren musste. Das Bunkai und der Kumiteteil erfolgte dann mit Partner.
Bei der Urkundenverleihung lobten die Prüfer ausdrücklich die Leistungen der beiden TSGler. Neun der zehn Prüflinge konnten am Ende das begehrte Dan-Diplom in Händen halten.
Mit Regina hat ersten Mal in der TSG Karateabteilung eine Frau von 56 Jahren die Prüfung zum 1. Dan erfolgreich absolviert.

10.08.2014

Erfolgreiche Dan-Prüfung von Miguel

Die Dan-Prüflinge mit ihren Trainern

II. Dan für Miguel Hernandez

 

Miguel, der in Zürich lebt, arbeitet und trainiert, trat beim Ravensburger Sommercamp die Prüfung zum 2. Dan an.

Prüfer waren G. Mohr (8.Dan), Roman Kalbacher (5. Dan) und Dietmar Wagner (5. Dan).

Miguel, der immer noch Mitglied der TSG Karateabteilung ist, war oft nach Hall ins Training gereist, um sich dort bei seinem alten Trainer Hansi Speidel den „letzten Schliff“ zu holen. Auf dem Foto steht er in der Bildmitte.

Miguel bestand die Prüfung zum 2. Dan mit Auszeichnung!

Die TSG Karateabteilung gratuliert ganz herzlich.

01.12.2013

3. Dan für Thomas Johnson

4. Dan für Karlheinz Brenner

Thomas Johnson und Karlheinz Brenner während ihrer Prüfung
Die neuen Dan-Träger mit Prüfer Roman Kalbacher 5°Dan (ganz links), Karlheinz Brenner 4°Dan (5. von links), Thomas Johnson 3°Dan (8. von links) und Prüfer Dr. Dietmar Wagner 5°Dan (ganz rechts)

16.11.2013

1. Dan für Andreas Wetzel

 

 

 

 

 

Andreas Dan-Prüfung fand am 16.11.2013 in Holz im Saarland statt.

 

Prüfer waren Michael Loch 5. Dan und Luigi Schiafone 6. Dan.

 

Die Prüfung fand im Anschluß an einen Shotokan-Lehrgang statt.

Behandelt wurden darin, in 2 schweißtreibenden Einheiten, neben Grundschule und Partnerübungen die Kata "Jion".

 

Nach dem Lehrgang begannn dann die zweistündige Dan-Prüfung.

04.11.2012

1. Dan für Heike Asum-Stegmaier und Gretel Engelhard

3. Dan für Helmut Breu

Roman Kalbacher 5°Dan, Heike Asum-Stegmaier 1°Dan, Helmut Breu 3°Dan, Gretel Engelhard 1°Dan und Dr. Dietmar Wagner 5°Dan

Ein Jahr Training für ein großes gemeinsames Ziel

Helmut Breu, Gretel Engelhard und Heike Asum-Stegmaier von der TSG Karateabteilung Schwäbisch Hall bestehen Dan-Prüfungen

Danvorbereitung für Jukuren

Sie gehören oft zu den wichtigen Stützen ihrer Vereine: die erfahrenen Karateka im reiferen
Alter, auf japanisch „Jukuren“  genannt. Viele betreiben schon seit Jahrzehnten Karate und sind regelmäßig im Training aktiv. Die letzte Gürtelprüfung liegt manchmal schon Jahre zurück. Wenn es dann darum geht, nach Jahren wieder, oder vielleicht sogar zum ersten Mal, zu einer Schwarzgurtprüfung anzutreten, stellt sich die Frage: „geht das überhaupt noch?“

Siebenundvierzig hoch motivierte Karateka beweisen seit dem Frühjahr 2012 in Stuttgart-Gablenberg, dass dies sehr wohl funktionieren kann. Alle sind Teilnehmer der Shotokan Danvorbereitung für Jukuren, die dieses Jahr zum ersten Mal mit vier Pflichtterminen in Stuttgart stattfand.

Ausgerichtet wurden die Lehrgänge von der Karateabteilung der SKG Gablenberg. Unter der
Leitung von Dr. Dietmar Wagner (Stilrichtungswart Shotokan im KVBW und A-Prüfer)
und Roman Kalbacher (Abteilungsleiter bei der SKG Gablenberg und A-Prüfer)
arbeiteten sich die Teilnehmer durch alle Prüfungselemente.

 

Zum Trainerteam gehörte außerdem Margit Dürr. Die ausgebildete Sport- und Gymnastiklehrerin leitete das Aufwärmtraining und vermittelte wichtige Grundlagen zu Gelenk schonender Bewegung und Haltung. Die vier Lehrgangstermine waren gleichmäßig über das ganze Jahr verteilt. Das ermöglichte dem Trainerteam, die Teilnehmer über einen längeren Zeitraum bei ihrer Prüfungsvorbereitung zu begleiten und individuell auf jeden Einzelnen einzugehen. Besondere Schwerpunkte lagen auf den technischen Grundlagen, von der korrekten Stellung beim Kihon (Grundschule), über die Kata mit Anwendungen bis zu den unterschiedlichen Shotokan Kumiteformen.

Heike Asum-Stegmaier, Gretel Engelhard und Helmut Breu

Hierbei zeigte sich ganz klar eine der Stärken der Jukuren, nämlich die hohe Bereitschaft, auf die vermeintlich kleinen, aber wichtigen Details einzugehen. Viele der Teilnehmer fühlten sich nach diesem Jahr wie alte Bekannte, und das trug sicher zur guten Atmosphäre bei den Lehrgängen bei.

Fünfzehn Teilnehmer dieser ersten Lehrgangsreihe stellten sich am 4. November ihrer Danprüfung. Darunter Helmut Breu, Gretel Engelhardt und Heike Asum-Stegmaier ( alle um die fünfzig Jahre alt) von der TSG Karateabteilung Schwäbisch Hall.

Für die anderen geht die Danvorbereitung nächstes Jahr weiter, denn die Jukuren-Danvorbereitung, die Trainern und Prüfungsanwärtern sehr viel Spaß gemacht hat, soll auf jeden Fall fortgesetzt werden.

 

Am Prüfungstag waren die fünfzehn Jukuren trotz vieler Jahrzehnte Karatepraxis reichlich nervös. Den anfangs von Einigen vielleicht erwarteten „Leistungsbonus“ gab es bei dieser Prüfung nicht. Im Gegenteil, die Anforderungen der Prüfer an die Prüflinge waren hoch.
Besondere Gewichtung lag auf den Bereichen des Kihon (Grundschule), den Katas (imaginärer Kampf) mit entsprechendem Bunkai (Anwendungen der Katatechniken) und den verschiedenen Kumiteformen (Kampf mit Gegner).

Die Vorsitzenden der vierstündigen Prüfung waren Dr. Dietmar Wagner und Roman Kalbacher, beide 5. Dan. Alle Prüflinge zeigten ein gutes bis sehr gutes Niveau.
Die teilweise außergewöhnlich guten Leistungen, die im schwierigen Bereich Bunkai gezeigt wurden machten deutlich, dass sich die lange gründliche Vorbereitung gelohnt hatte.

Helmut Breu bestand die Prüfung zum 3. Dan,

Heike Asum-Stegmaier und Gretel Engelhardt die Prüfung zum 1. Dan.

12.05.2012

3. Dan für Andreas Will

Andreas Will legt Prüfung zum 3. Dan ab.
 
Andreas begann 1978 mit dem Karatesport bei Tokio Funasako in Walldürn.
1994 zog er nach SchwäbischHall und wurde kurz danach Mitglied der TSG-Karateabteilung. Dort ist er seit Jahren als Übungsleiter im Bereich Jugend und Erwachsene eine wichtige Stütze der Abteilung.
 
Nachdem er sich mit Abteilungsleiter Hansi Speidel ein halbes Jahr intensiv vorbereitet hatte, fuhr Andi in Begleitung von Hansi zum Shotokan Meeting nach Bad Waldsee.
Die Danprüfung fand im Anschluß an zwei schweißtreibende Trainingseinheiten statt, der sich 18 Prüflinge vom ersten bis 3. Dan stellten.
 
Die Prüfung durch ehemaligen Bundestrainer Günter Mohr (7.Dan) und Dr. Dietmar Wagner (5. Dan) dauerte insgesamt drei Stunden. Die Prüfungsinhalte basierten auf den drei Kernbereichen des Karatesports. Grundschule (Khion), stilisierter Kampf gegen mehrere imaginäre Gegner (Kata) und dem realen Kampf gegen einen Partner (Kumite).
 
 
Andreas wurde am Ende der Prüfung für seine sehr guten Leistungen von den Prüfern ausgezeichnet.

28.04.2012

5. Dan für Hans-Peter Speidel

Am 28. April 2012 legte unser Abteilungsvorsitzender

Hans-Peter Speidel in Bruchsal seine Prüfung zum Godan (5.Dan) ab.



Die Prüfung fand im Anschluss an eine dreitägige Ausbildung zum Selbstverteidigungslehrer statt. Diese wurde in Zusammenarbeit zwischen der Polizeidirektion Karlsruhe und dem Karate Verband Baden-Württemberg durchgeführt.

 

Entsprechend „warmgelaufen“ startete Hansi seine Prüfung, auf die er sich neben seiner Trainertätigkeit in der TSG mehrere Monate intensiv vorbereitet hatte.

Insgesamt stellten sich an diesem Tag über 20 Prüflinge einer Danprüfung, davon zwei zum 5. Dan.

 

Bei hohen Danprüfungen kann der Prüfling selbst Schwerpunkte setzen.

Er muss umfassendes Wissen über sämtliche Inhalte des Karate Do nachweisen.

 

Außerdem muss er eine ausführliche schriftliche Ausarbeitung präsentieren, deren Thema vorher mit der Prüfungskommission abgestimmt werden muss. Dieses Thema muss zusätzlich in der Prüfung praktisch vorgeführt werden.

 

Hansi wählte hierfür die Familie der drei „Tekki“- Kata, über welche er verschiedene Auslegungen und Anwendungen für den Selbstverteidigungsbereich demonstrierte.

 

Andreas Will, der sich mit Hansi auf seinen 3. Dan vorbereite, fungierte dabei als Partner für die
praktischen Anwendungen.
Anschließend waren eine Grundschule mit Technikkombinationen eigener Wahl und die Demonstration einer Kata eines anderen Karatestils Teile der anspruchsvollen Prüfung.

 

Die Prüfer Siegfried Wolf (7. Dan, Präsident des KVBW), Günther Schleicher (6. Dan, Prüferreferent KVBW) und Harry Fritsch (6. Dan) waren mit den Leistungen sehr zufrieden und freuten sich, beiden Prüflingen ihre Urkunde zum 5. Dan überreichen zu können.

27.11.2011

1. Dan für David Weiler

David Christoph Weiler legte am 27.11.2011 erfolgreich die Prüfung zum 1. Dan ab.

David Christoph Weiler 1.Dan

Eines ist sicher: David Weiler hat schon jetzt Vereins-geschichte geschrieben. Im knapp 37 jährigen Bestehen der TSG-Karateabteilung gelang es bisher noch keinem Sportler, im Alter von 17 Jahren den Schwarzgurt zu tragen.

 

Doch der Reihe nach.  Am 27.11. im Rahmen eines zweitägigen Lehrgangs in Bad Waldsee trat der Haller seine bisher wohl wichtigste und umfangreichste Prüfung an. Und dabei befand sich der 17 Jährige nicht in bester Verfassung, denn noch kurz vor der Prüfung wurde er von einem grippalen Infekt heimgesucht.

Der Prüfungstermin war in Frage gestellt. Doch intensivste Betreuung und richtige Arzneimittel verhalfen dem Haller dann doch noch zur Topform.

 

Der Prüfer, kein geringerer als der ehemalige Bundestrainer Günter Mohr (7. Dan), hatte dabei ein besonderes Augenmerk auf die einzelnen Prüfungsbestandteile. Nach einer
umfangreichen Grundschule mit 10 Grundschulbahnen mussten die Prüflinge ihr
Können in der Kata beweisen. Die Kata hat ein genau festgelegtes Schrittmuster
und symbolisiert den Kampf gegen mehrere imaginäre Gegner.

David Weiler 1.Dan und Günter Mohr 7.Dan

David Weiler entschied sich für die Kata namens Empi. Übersetzt bedeutet das „Flug der Schwalbe“. Wie die Übersetzung erahnen lässt, werden hier sehr schnelle
Bewegungen in rasch wechselnde Richtungen durchgeführt. Aber die Kata beschreibt
auch langsame und kraftvolle Passagen. Hier sind dann Körperspannung und
korrekte Stellung wichtig.

 

Ein weiterer Pflichtpunkt der Prüfung sind die Partner-übungen und der Freikampf. Hier überzeugte der TSG’ler mit schnellen Bein- und Fausttechniken.

 

Bei der Verteilung der Dan-Urkunden setzt David "Dave" Weiler noch einen oben drauf.

 

Im Kreise von 17 Prüflingen besteht er neben 2 weiteren Sportlern die Prüfung mit Auszeichnung. Die 6-monatige Vorbereitungszeit zahlte sich also aus.

 

Der junge Haller kann es kaum fassen und ist überglücklich, nun als Meister seine weitere Sportlerlaufbahn bestreiten zu dürfen.

 

Den Einstieg in den Karatesport fand er bereits vor ca. 10 Jahren in der TSG. Und die ersten Begegnungen in diesem Sport waren für ihn wahrhaftig nicht die einfachsten. Aber
Fleiß und konsequentes Training brachten Weiler immer einen Schritt vorwärts.

 

Er stellte sich den Herausforderungen und sah in jeder Hürde eine wahre Aufgabe. Sein
bisheriges Engagement in der Abteilung als Übungsleiter gilt dem Jugend- und
Schülerbereich. Aber auch Aufgaben im Erwachsenentraining meistert Weiler mit
Bravour.

 

Text: Peter Schulz

17 neue Danträger: David "Dave" Weiler hintere Reihe vierter von rechts
Dr. Dietmar Wagner (5.Dan), David Christoph Weiler (1.Dan), Günter Mohr (7.Dan) und Hans-Peter Speidel (4.Dan)
David Weiler mit seinem DAN-DIPLOM

04.08.2011

5. Dan für Dr. Dietmar Wagner

Dr. Dietmar Wagner legte kürzlich die Prüfung zum 5.Dan Shotokan mit Erfolg ab.

 

Nach intensiver und langer Vorbereitung stellte er sich beim diesjähtigen Karate-Sommerlager in Konstanz dem fünfköpfigen Prüfergremium des Deutschen Karate Verbandes (DKV), das sich aus dem Weltmeister und früheren deutschen und französischen Nationaltrainer Gilbert Gruss 9.Dan,

dem Vizeweltmeister und ehemaligen deutschen Bundestrainer Günter Mohr 7.Dan,

dem Weltkampfrichter Roland Lowinger 7. Dan,

dem Vizeweltmeister und aktuellen Präsidenten des Karate Verbandes Baden-Württemberg

Siegfried Wolf 7. Dan und dem Shotokan-Stilrichtungsreferenten des Deutschen Karate Verbandes Gunar Weichert 7. Dan zusammen setzte.

 

Geprüft wurden alle Trainingsinhalte des Karate, wie Kombinationen von Grundtechniken (Kihon) und Kata (Kampf gegen mehrere imaginäre Gegner in einer festgelegten Bewegungsform, die anschließend auch am Partner demonstriert werden musst.) Als Höhepunkt folgte die Anwendung im Kampf. Insgesamt traten sechs Prüflinge zum 5. Dan und ein Prüfling zum 7. Dan an. Die Karateabteilung der TSG Schwäbisch Hall gratuliert Dietmar Wagner ganz herzlich zu dieser hohen Auszeichnung

 

Das Bild zeigt Dietmar Wagner bei der Überreichung des Dan-Diploms für den 5. Dan durch Gilbert Gruss

Obere Reihe von links nach rechts:

Siegfried Wolf, Günter Mohr, Senol Yildirim, Roland Lowinger, Gunar Weichert, Gilbert Gruss

Untere Reihe von links nach rechts:

Fritz Oblinger, Uwe Careni, Roman Kalbacher, Reinhard Mosch, Dietmar Wagner, Ian Afful

11.06.2011

2. Dan für Joachim Schmitt und Marcus Perikles Evangelopoulos

Jachim Schmitt (2.Dan), Prüfer Günter Mohr (7.Dan) und Marcus Perikles Evangelopoulos (2.Dan)

Wenn Ziele plötzlich Realität werden.

Zwei neue Dan-Träger bei der TSG Schwäbisch Hall

 

Es grenzt schon ein wenig an ein Sommermärchen. Achim Schmitt, ein Urgestein der TSG-Karateabteilung, verwirklichte sich seinen geheimen Wunsch; er bestand kürzlich die Prüfung zum 2. Dan.



Doch die Geschichte begann bereits im letzten Jahrtausend. Schmitt, dem im Jahre 1999 der erste schwarze Gürtel verliehen wurde, wollte sich partout mit diesem „Geschenk“ nicht zufrieden geben. Er wollte, wie all seine Sportkameraden auch, seinen schwarzen Gürtel im Rahmen einer ordentlichen Prüfung ablegen.



So kam es, dass er im Jahre 2007 seinen ersten Dan regelrecht erkämpfte. Doch dieser Teilerfolg ließ ihn nicht zur Ruhe kommen, denn nicht einmal 4 Jahre später strebt der heute 52-Jährige nach dem nächsten Ziel. Zusammen mit dem 10 Jahre jüngeren Sportkameraden Perikles Evangelopoulos bereitete er sich intensiv auf die nächste Etappe, dem 2. Dan, vor.

 

Und es war eine intensive Zeit. Wann immer sich eine günstige Gelegenheit bot, trafen sich die beiden zum Sondertraining. Nur so kann man den hohen Anforderungen dieser Prüfung entsprechen. Doch eine Woche vor der Prüfung stand alles noch einmal in Frage: Schmitt verletzte sich bei seinem abschließenden Training und zog sich ein Muskelfaseranriss zu. Es bedurfte eine Woche lang intensivste medizinische Betreuung, um damit der TSG’ler überhaupt wieder an seine Gürtelprüfung denken konnte. Doch auch diese physische und nicht zuletzt psychische Hürde meisterte der zweifache Familienvater souverän.

 

Die Prüfung selbst fand in Bald Waldsee mit Prüfer Günter Mohr (7.Dan) statt. Doch dort nahmen die Haller zunächst an einem gut besuchten Lehrgang teil. Nichtsahnend fand Schmitt dort seine Tochter vor. Sie reiste ohne sein Wissen aus Regensburg an, um ihm moralische Unterstützung zu bieten. Und die Rechnung ging auf. Schmitt fühlte sich sehr stark und meisterte die Prüfungselemente Grundschule, Kata, Partnerübungen und Freikampf fast mit einer Auszeichnung. Nur 2 Zehntel trennten ihn von dieser Hürde.

 

Als Wahl – Kata hatten beide TSG’ler die Kata „Jiin“ ausgewählt. Jiin bedeutet übersetzt „Liebe und Güte“. Die Kata fordert trotz ihres verführerischen Namens sehr verschiedenartige Stellungen mit überwiegend starke und schnelle Techniken. Schmitt trainiert drei Mal die Woche und ist aus der Abteilung nicht mehr wegzudenken. Das Organisationstalent ist fast bei jedem Event, das von der Karateabteilung geplant wird, von Anfang an mit dabei und scheut keine unbequemen Aufgaben.

 

Auch "Peri" Evangelopoulos konnte den Prüfer überzeugen und bestand die Prüfung zum 2. Dan. Der gebürtige Grieche findet immer mehr Spaß an der vereinsinternen ehrenamtlichen Arbeit und engagiert sich zunehmend auch im regulären Training für die Erwachsenen.