Selbstverteidigung

Jiei - Selbstverteidigung

Shotokan Karate als Selbstverteidigung

 

Der Ursprung des Shotokan Karate und die gelehrten Techniken lassen vermuten, daß man lernt sich effektiv zu verteidigen. Aber der Einsatz einer Karatetechnik unter Trainingsbedingungen oder im Wettkampf unterscheidet sich maßgeblich von den Bedingungen einer Selbstverteidigungs-Situation.

 

Somit ist es nötig die Perspektive auf die erlernten Techniken und Bewegungen auf Effektivität und pragmatischen Einsatz zu trimmen.

 

Wer nicht übt, hat keine Übung

 

Selbstverteidigung mit Karate Techniken will gelernt sein. Dabei ist es nicht notwendig, einen reichen Fundus an Techniken oder einen flexiblen Umgang mit potentiellen Situation zu proben, vielmehr sind sicherer Umgang mit Technik und Distanz sowie eine ausgeprägte Zielorientierung wichtig

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Im Dojo werden im Zuge des Bunkai oder Kumite Situationen durch Abwandlung der Übung nachgestellt.

 

Beherzt Zugreifen !

 

Da gibt es nichts zu beschönigen: Wer sich verteidigen will, muss ohne Rücksicht zupacken, zuschlagen, zutreten. Wer zögert oder verunsichert ist, kann sich, unabhängig von Kenntnisstand und Gurtfarbe, nicht effektiv verteidigen.

 

Angriff ist nicht die beste Verteidigung!

"Im Karate gibt es keinen ersten Angriff"

Niemand verliert sein Gesicht, wenn er einer handgreiflichen Auseinandersetzung aus dem Weg geht obwohl er sich verteidigen könnte oder dem Gegner vielleicht sogar überlegen wäre.

Gegen einen bewaffneten Angreifer zu kämpfen birgt ein hohes Risiko und wer sich mehr als einem Angreifer gegenüber sieht, hat nicht nur Mut zu beweisen.

 

Nicht jede Auseinandersetzung lässt sich vermeiden, aber eine überlegte Handlungsweise verhindert vielleicht schon, in kritische Situationen zu geraten

 

 

Shotokan Karate kann helfen, auf eine Notsituation besser vorbereitet zu sein, aber es ist keine Garantie, unversehrt zu bleiben.

Die Vorteile des Shotokan Karate

 

Das Trainingssystem des Shotokan Karate vermittelt mehr, als reine Selbstverteidigung. Das ist zugleich von Vorteil, birgt aber auch einen Nachteil: Bis man sich effektiv verteidigen kann, benötigt man mehr Zeit, als bei anderen "Systemen". Wer aber am Ball bleibt, profitiert in einer Notsituation von folgenden Trainingseffekten:

 

Techniken werden zu einer selbstverständlichen Bewegung,

verbesserte Physis und Mentale Stärke

Choki Motobu

 

 

 

 

 

 

 

Choki Motobu (1870 - 1944), der als Karateka mit mehr pragmatischem / kämpferischem Ansatz als dem im Shotokan Karate zugrunde liegenden zitiert wird, hat für das Karate und sprechend für die Selbstverteidigung grundlegende Sätze formuliert.

Tritte sind in einem Kampf nicht besonders effektiv.

 

Wenn man einen Tritt abwehrt, dann so hart als wolle man das Schienbein des Angreifers brechen.

 

Man muss versuchen die Technik an der Wurzel abzuwehren. Desahlb blockt man nicht die angreifende Hand sondern den Arm.

 

Man muss lernen Angriffen auszuweichen, sie abzulenken, auch wenn sie von hinterrücks kommen.

 

In einer echten Auseinadersetzung sollte man versuchen dem Gegner ins Gesicht zu schlagen, das ist am effektivsten.

 

Wenn man in das Gesicht des Angreifers schlägt dann so als wollte man durch seinen Kopf hindurch schlagen.

 

 

Das alles ist nicht wirklich gentelemanlike und passt eigentlich nicht in das friedvolle Bild des Shotokan Karate, verdeutlicht aber umso mehr auf was sich Selbstverteidigung reduzieren lässt:

Zielgerichtete Aggression !

 

 

 

Solch eine Notwehrreaktion auf einen Angriff ist in der Sache begründet, gegen den Angreifer destruktiv schützt aber nur so unsere eigene Unversehrtheit.

Das wichtigste zum Schluss

Notausgang

Abhauen ist eine der sichersten Alternativen um eine gefährliche Situation unversehrt zu überstehen.

 

Niemand verliert sein Gesicht, wenn er einer handgreiflichen Auseinandersetzung aus dem Weg geht.